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Neue Lifte in den Allgäuer Alpen, von Don Philipow, Thu Jan 5 23:34:08 2006
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Die Allgäuer Alpen sind in den letzten Jahren von größeren Neuerschließungen verschont geblieben. Dies ändert sich nun:
Am Falzer Kopf ist der Bau neuer Lifte geplant. Zwei Bahnen sind laut des Pistenplanes Diedamskopf
projektiert: Eine Bahn aus dem Talkessel zwischen Diedamskopf und
Falzer Kopf auf den Falzer Kopf ("Falzerkopfbahn"), eine Bahn von der
Seite Richtung Neuhornbachjoch ("Sonnenhangbahn"). Beide sind laut der Bregenzerwaldstudie (Teil Diedamskopf) als 4-er Sessellift geplant. Damit würde ein bislang unerschlossenes Stück Hochgebirge neu bebaut.
In
der o.g. Studie ist auch von der Einrichtung eines
Schutzgebietesdie Rede. (vgl. Seite 47) Abhängig davon, wie dies
zu interpretieren ist, ist zu befürchten, dass den Skitourengehern
nicht allein der Falzer Kopf genommen wird. Zusätzlichkönnte also noch
ein Schutzgebiet als "Ausgleichsmaßname" die Tourengeher für die
Erschließung bestrafen.
Bemerkenswert ist auch, dass die neuen
Bahnen recht nahe am Gebiet Ifen-Hehlekopf-Schwarzwassertal liegt. Hier
wurden in der Vergangenheit bereits umfangreiche Sperrungen für
Tourengeher und Kletterer verfügt. Es bleibt zu hoffen, daß diese
Sperrungen nicht als "Ausgleichsmaßname" ausgedehnt werden oder die
Erschließung als Argument für die Beibehaltung der fragwürdigen
Kletterregelung am Ifen hergenommen wird.
"Respektiere Deine Grenzen" Dieser
Sloagan, der in vielen Vorarlberger Skigebieten Variantenskifaher in
die Schranken weisen soll, bekommt durch die Erweiterung eine ganz neue
Bedeutung. Auch wenn in der Bregenzerwaldstudie
deutlich gemacht wird, dass eine Verbindung zum Kleinwalsertal nicht
erwünscht ist, so bleibt doch Misstrauen angesagt: Ein Blick auf die
Karte zeigt, dass das Grünhorn und das Schwarzwassertal mit der
Erschließung am Falzer Kopf ein gutes Stück näher rücken. Und wurde
nicht in den 90-ern behauptet, das Skigebiet solle nicht über die
Breitenalpe hinaus gebaut werden?
Da hier ein Stück unberührte
Natur in den Hochalpen verloren gehen wird, ist eine kritische
Diskussion durchaus angebracht. Es muss hinterfragt werden, ob der
wirtschaftliche Nutzen genügend groß ist, dass er einen derartigen
Eingriff in die Landschaft rechtfertigt. Außerdem müssen die
Sperrbefürchtungen von vornherein verhindert werden. Bei dieser
Diskussion sollten auch die Belange der Skitourengeher berücksichtigt
werden. Auch diese sind Gäste in Schoppernau. Und schließlich taucht
die Jagdschaft in der Studie auf, die Tourengänger kommen jedoch nicht zu Wort.
Weitere Informationen -Die Bregenzerwaldstudie -Pistenplan Diedamskopf
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